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Studie: Frauen sollen mehr für Rente ackern

Berlin. Eine im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft erarbeitete Studie hat ergeben, dass Mütter, die nach Geburt eines Kindes schnell und in Vollzeit wieder arbeiten gehen, später bei gutem Verdienst bis zu 50 Prozent mehr Rente bekommen als solche, die länger nicht bzw. in Teilzeit berufstätig sind. Außerdem befanden die Experten des Forschungsinstituts Prognos, das die Untersuchung am Mittwoch in Berlin präsentierte, für Mütter lohne sich wegen der Kinderzuschläge die zusätzliche Altersvorsorge mit der Riester-Rente.

Der Linke-Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald monierte, die Versicherungswirtschaft betreibe ein »durchsichtiges Spiel, wenn sie empfiehlt, dass Frauen ihren niedrigen gesetzlichen Renten mit höheren Riester-Beiträgen hinterhersparen sollen«. Das Problem sei der überproportionale Anteil von Frauen im Niedriglohnsektor. Deshalb müsse zunächst der gesetzliche Mindestlohn auf zwölf Euro brutto angehoben werden, erklärte Birkwald am Mittwoch in Berlin. Außerdem müsse die bis 1991 gültige rentenrechtliche Aufwertung von Zeiten mit geringen Löhnen wieder eingeführt werden. Davon würden zu 88 Prozent Frauen profitieren. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2018, Seite 15, Feminismus

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