Zum Inhalt der Seite

Einreise zahlreicher Ditib-Imame genehmigt

Berlin. Die Bundesregierung hat nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom Mittwoch im vergangenen Jahr die Einreise von 350 türkischen Imamen für Moscheen des Dachverbandes Ditib genehmigt. Diese Zahl sei der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Fraktion von Die Linke zu entnehmen. Türkische Imame sollen in einigen Ditib-Gemeinden Gläubige ausgehorcht haben. Formal ist Ditib ein unabhängiger deutscher Verein. Die Imame werden allerdings von der staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet entsandt und bezahlt. Die Bundesregierung agiere in dieser Frage »naiv oder verantwortungslos«, kritisierte Sevim Dagdelen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.04.2018, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!