Aus: Ausgabe vom 23.04.2018, Seite 12 / Thema

Im Nirgendwo

Nicht links, nicht rechts, nicht ganz mit, wenn auch nicht ohne Gott – Frankreichs Präsident Macron bringt die Kirchen wieder ins Spiel

Von Hansgeorg Hermann
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Versöhnung mit Gott: Der Präsident der laizistischen Republik reicht den katholischen Würdenträgern die Hand und will die Beziehungen zwischen Staat und Kirche reparieren. Emmanuel Macron am 10. April 2018 auf der Französischen Bischofskonferenz am Collège des Bernardins

»Ich höre zu«, sagt Macron, »sogar der Opposition höre ich zu. Aber am Ende entscheide ich.« So war es auch neulich, als der Mann aus dem Élysée-Palast, den sie längst »Jupiter« nennen – wahlweise auch »Napoléon«, »Zentaur«, »Präsident der Reichen« oder »Monarch« – zwei gestandenen Hauptstadtjournalisten mehr als zweieinhalb Stunden für Fragen zur Verfügung stand, die er ganz auf seine Weise beantwortete. Edwy Plenel, den Direktor des Internetnachrichtenportals Mediapart, und Jean-Jacques Bourdin, den Chefinterviewer des 24-Stunden-Kanals BFM TV, fauchte Macron gegen Ende der seltsam verspannten Veranstaltung an: »Sie sind Journalisten, ich bin der Präsident der Republik.« Ende des Gesprächs.

Der liebe Gott, jener uralte Weise mit dem wallenden, weißen Bart, ist nie sehr weit, wenn der junge Herr Staatschef zum Volk spricht. Wenn er, vom Berg der Offenbarung herabsteigend, Reformen verkündet, die zwar nicht der Allgemeinheit, der Res publica, dafür aber dem System dienen, das sich des Volkes bedient und mindestens ebenso viele verschiedene Namen trägt wie der Teufel, der Satan, der Gottseibeiuns. Einer seiner besten Freunde und Berater, der Rechtsanwalt und »Conseil d’État« (Staatsrat) François Sureau, beschrieb seine politische Stellung zwischen den Präsidentschaftskandidaten vom Mai 2017 – es ging um den erzkatholischen, rechtskonservativen François Fillon und den vermeintlich linksliberalen Macron – in einem Interview mit dem Magazin der Pariser Tageszeitung Le Monde einmal so: »Die einzige Möglichkeit, sich ehrenhaft zu positionieren, ist, sich gar nicht zu positionieren.« Das hätte auch von Macron stammen können. Nicht links, nicht rechts – nicht ganz mit, aber auch nicht ohne Gott.

In der Republik, die sich seit 1905 »laizistisch« nennt, die den Staat von der Kirche getrennt hat und daher als vorbildlich für alle Kirchenfeinde, Agnostiker und Säkularisierer gilt, sind Macron und seine feinen katholischen Freunde aus dem Großbürgertum den wirklich Gottlosen trotzdem oder gerade deswegen ein Graus. Sureau, offenbar ein Schriftsteller von Geltung, der mit dem Roman »Le Sphinx de Darwin« vor 20 Jahren den höchsten Literaturpreis »Prix Goncourt« einheimste, sagt, nach der Existenz des »Höchsten« befragt: »Ich bezweifle, dass es einen Innenminister oder einen Präsidenten der Bank von Frankreich gibt. Aber ich zweifle nicht an der Existenz Gottes.«

Schutz der Kirchen vor dem Staat

Solche Sprüche lernen die Sprösslinge der französischen Bourgeoisie in den noblen Anstalten des privaten, katholischen, am besten jesuitischen Erziehungsbetriebs. Der 60 Jahre alte Staatsrat und sein zwanzig Jahre jüngerer Freund, der Präsident, sind geschulte Schlacht-, Fest- und bisweilen auch Bauchredner. Der eine, Sureau, war Schüler des Jesuiten-Internats Saint-Louis de Gonzague im noblen 16. Pariser Bezirk, der andere, Macron, ließ sich von der gleichen Ordenskongregation im Etablissement La Providence (die »Vorsehung«) in Amiens ausbilden. In der nördlichen Provinz Picardie also, deren Amienser Kathedrale Notre-Dame jener bekannteren in der Haupstadt in etwa so ähnelt wie das Ei eines Huhns dem Ei einer Gans. Dort lernte der brillante Eleve seine spätere Frau kennen: Brigitte Marie-Claude Trogneux, inzwischen 65 Jahre, war seine Lehrerin in Literatur; auch sie eine gute Katholikin mit gläubigen Eltern, die dem Staatschef rät, was an den Schulen des Landes nicht nur eventuell zu ändern wäre.

Was nicht erst Macron am Gesetz von 1905 zu verändern sucht, sind weniger die Buchstaben oder Paragraphen. Es geht darum, den ursprünglichen Sinn, den Esprit ins Gegenteil zu verkehren. Wurde die Trennung von der Kirche zur Jahrhundertwende und nach der Zerstörung der Pariser Kommune vom Sozialisten, Parlamentarier, späteren Ministerpräsidenten und Friedensnobelpreisträger Aristide Briand in dem Sinne vorangetrieben und durchgesetzt, dass der Staat nach der Dreyfus-Affäre vor dem politischen Einfluss der katholischen Kirche geschützt bliebe, bewahrt heute dasselbe Gesetz eher die Religionen und ihre Institutionen vor staatlichem Zugriff. Zu besichtigen ist eine Amerikanisierung des Laizistikgebots: Wie in den USA steigen die Kulte zu politisch immer einflussreicheren Gegnern der eigentlich »kirchenfreien« Republik auf und stellen die Grundidee Briands in Frage.

Schon Nicolas Sarkozy, der Vorvorgänger des heutigen Staatschefs, faselte von der »christlich geprägten Kultur« Frankreichs und Europas und gab damit nicht nur den Neofaschisten des Front National (FN) gewaltigen Auftrieb. Auch die sogenannten Identitären in der katholischen Kirche marschierten fortan im Gleichschritt gegen die vom Sozialdemokraten François Hollande mit leiser Stimme proklamierte »Ehe für alle« – französisch: »Mariage pour tous«. Dem trotzdem verabschiedeten Gesetz, das die homosexuelle Partnerschaft der heterogenen Beziehung (fast) gleichstellte, begegneten sie mit dem Kampfruf »Manif pour tous«, Demonstration für alle. Angeführt von so noblen Damen wie Ludovine de la Rochère, Tochter des Bankier-Barons Armand Mégret d’Étigny de Sérilly und der »Hausfrau« Solange du Couëdic de Kergoaler, stehen sie für »la France profonde«, das »tiefe«, am äußersten rechten politischen Rand des Landes angesiedelte und verharrende Frankreich.

Sarkozys Besuch beim »deutschen« Papst Benedikt im Oktober 2010 blieb den Landsleuten als Fanal in Erinnerung. Als erster Präsident der laizistischen Republik Frankreich kniete er im Vatikan mit dem Gastgeber zum Gebet nieder, notierte die Pariser Tageszeitung Libération, das »Paternoster stammelnd wie ein Fußballer die Nationalhymne«. Wie einst den feudalen Königen des 16. und 17. Jahrhunderts auferstand dem Spross ungarischen Kleinadels die Heilige Petronilla von Rom zur Märtyrerin und Schutzheiligen aller Franzosen, und deren Ikone erblühte zum Symbol christlicher Märtyrer und Beweis christlicher Größe in Zeiten heidnischer Heimsuchung.

Weihwasser ins Feuer

Soweit mochte Macron nicht gehen, als er am 9. April dieses Jahres einer Einladung der französischen Bischofskonferenz folgte und dort vortrug, welche Rolle die Kirche – die katholische an erster Stelle – in seinem ganz eigenen, schon bald völlig reformierten und erneuerten Staat zu spielen habe. Er habe »brillant formuliert« – oder zumindest sein Redenschreiber –, jubelte anderntags die ihn immer noch brav »bei Fuß« begleitende Tagespresse, offenbar überrascht und gelähmt von den bisweilen fast wütend zu nennenden Attacken und Aktivitäten dieses nimmermüden Präsidenten. War es bei Sarkozys Vatikan-Reise noch »die katholische Seele Frankreichs«, die den Heiligen Vater wohlig erschauern ließ, so kamen in Macrons Rede unter der prächtigen Kuppel des alten Zisterzienser-Kollegiums Saint Bernard im feinen 5. Pariser Bezirk die angeblichen Spannungen zwischen weltlichen und kirchlichen Eliten des Landes zur Sprache.

Kein Zweifel, »die Säkularisierung kann die lange christliche Tradition nicht auslöschen«, gestand der Präsident den Gastgebern. Bedauerlich, dass »wir das vage Gefühl teilen, die Beziehungen zwischen Staat und Kirche seien beschädigt, und es wäre wichtig für Sie und für mich, sie zu reparieren«. Ein wahres Wort für das rechtskonservative politische Lager, eine ungeheure Provokation für die Linke und selbst für brave Sozialdemokraten. Ein Präsident, der dem Klerus die Hand reicht? Für Manuel Valls, vor 16 Monaten noch Ministerpräsident unter François Hollande, haben »die Laizität Frankreichs und die Republik nur ein Fundament: das Gesetz von 1905, die Trennung von Kirche und Staat«. Jean-Luc Mélenchon, Wortführer der Linken, sieht den Staatschef längst im »metaphysischen Delirium – unerträglich, man meint, einen Präsidenten zu hören, und hört doch nur einen Hilfspfarrer«.

Was will der »delirierende« Macron also? »Res­pekt« für die Religiösen, hier insbesondere jene christlichen, vorzugsweise katholischen Glaubens? Zumindest scheint es so. »Ich bin der Ansicht, dass die Laizität sicher nicht dazu dient, das Spirituelle im Namen des Vergänglichen zu leugnen. Auch nicht, unserer Gesellschaft jenen heiligen Teil zu entreißen, der so viele unserer Mitbürger nährt.« Der britische Evolutionsbiologe und Religionsverächter Richard Dawkins stellte einer seiner millionenfach verkaufte Schriften ein Motto voran, dem eine gewisse zwingende Logik nicht abzusprechen ist: »Ich bin ein Gegner der Religion; sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen.« Dawkins, der den staatlich geförderten Aberglauben – gleich, ob christlicher, islamischer oder jüdischer Natur – mit dem Verstand und der Hingabe eines ernsthaften Wissenschaftlers begegnet, beklagt wohl zu Recht, »die Vorrechte, die Religion bei Medien und staatlichen Institutionen in der öffentlichen Diskussion über Ethik genießt«.

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Das Gerede von der »christlich geprägten Kultur« Frankreichs hat den »Identitären« in der katholischen Kirche enormen Auftrieb verschafft. Gegner der »Ehe für alle« auf einer Demonstration (»Manif pour tous«) in Paris am 2. Februar 2014

Was haben ein Macron, sein Freund Sureau oder ein erwiesenermaßen korrupter Politiker wie der ehemalige rechtskonservative Präsidentschaftskandidat Fillon einem Moralphilosophen, einem Familienanwalt oder einem Arzt voraus, wenn es um Fragen von Sexualität und Fortpflanzung geht? »Für die 400 Eingeladenen in Saint Bernard, an erster Stelle für Georges Pontier, den Erzbischof von Marseille, war es ein schöner Abend«, beschrieb am Tag nach der Konferenz Libération die Stimmung im Kollegium. »Es wurde nett geklatscht, vor allem bei den liberalen Katholiken, die sich an ihr Engagement während der siebziger Jahre erinnerten«.

Die Satirezeitung Le Canard enchainé sah wieder einmal deutlicher als die Kollegen der bürgerlichen Qualitätsmedien die Gefahr, die Macron mit seiner offen vorgetragenen »Zugehörigkeit« zum christlichen Lager heraufbeschwört. Dessen Vertrauter Richard Ferrand, Chef der absoluten Regierungsmehrheit im Parlament, habe »Weihwasser ins Feuer geschüttet« mit seinem Hinweis, der Präsident habe doch nur »die Katholiken in Marsch setzen wollen«. Ein Wortspiel, weil die Partei des Staatschefs »La République en marche« (LREM) heißt? Oder eine Absage an die schätzungsweise vier Millionen Muslime des Landes (wegen der Laizität gibt es in Frankreich keine offiziellen Zahlenangaben)?

Die Katholiken, wie alle Christen, sollten sich wieder mehr um die soziale Frage des Landes kümmern, ließ Macron die Versammlung von Saint Bernard wissen. Ein starkes Stück Polemik in einem Land, das seit rund drei Wochen mitten in einem heftigen Arbeitskampf steckt, wo der »Jupiter« vom Palais de l’Élysée aus jeden Tag hören lässt, wie wenig ihn das Schicksal der Eisenbahner und der Beamten des öffentlichen Dienstes schert. Wo der Präsident seinen Innenminister anweist, das neue, per Dekret erlassene Gesetz für Asyl und Immigration strikt anzuwenden – das heißt Flüchtlinge, »die kein Recht auf Asyl haben«, schleunigst des Landes zu verweisen. In dieser Frage steht der Herrscher Macron ohne den Segen der Kirche da, die den Flüchtlingen unter die Arme greifen will, seien sie auch nur deshalb gekommen, weil sie in ihrer Heimat nichts zu beißen hatten.

Tiefe Nacht

Fethi Benslama, 1951 in Tunis geborener Professor für Psychoanalyse an der Universität Paris-Diderot, hat in seinem Buch »Psychoanalyse des Islam« auf die Ursünde hingewiesen – auf den Kolonialismus und den ihm folgenden Imperialismus, der den Religiösen erst zu politischer Macht in »Franç­afrique« verhalf, jener korrupten Allianz Frankreichs mit seinen ehemaligen Kolonien. »Weder ich noch meine Generation hatten vor, uns für den Islam zu interessieren. Ich habe beschlossen, mich mit dem Islam zu beschäftigen, weil der Islam begonnen hat, sich mit uns zu beschäftigen«, schrieb Benslama ein Jahr nach dem Angriff auf die Zwillingstürme des New Yorker World Trade Center. »Obwohl Religion zur Mobilisierung des Aufstands gegen die Kolonialherrschaft beigetragen hat, machten wir sie dafür verantwortlich, unsere Welt für Jahrhunderte in die Nacht hinabgezogen zu haben, aus der wir erst durch das Getöse der europäischen Besatzungsarmeen geweckt wurden.«

Die Erkenntnis, was Kirchen, Moscheen und Synagogen den sogenannten Gläubigen in Wirklichkeit zu bieten haben, war nicht nur für die Intellektuellen plötzlich gegenwärtig: »Diese Ketten der Finsternis«, schreibt Benslama, »waren nichts anderes als die Religiosität, die strenge Hüterin eines Schicksals, das dem Ruf der Lebenden gegenüber taub war, weil es nur die Sprache der Gräber kannte. Angesichts des fanatischen Gezeters – haltet die abscheulichen Ketzer vom Tempel fern – bestand die Antwort der Politik darin, den Tempel von uns fernzuhalten.«

Eine Beschreibung der politischen Situation im Tunesien der 1960er Jahre, die heute, sechs Jahrzehnte später, wie eine Utopie erscheint. Die neokolonialen Befehlshaber fanden in Françafrique schnell ihre Brüder im Geiste, die halfen, die befreiten Völker zurück zu den Grabpredigern und in die Tempel zu führen. Jacques Chirac und der kongolesische Ministerpräsident André Milongo, Nicolas Sarkozy und sein Kollege Omar Bongo in Gabun, Valéry Giscard d’Estaing und Jean-Bédel Bokassa in Zentralafrika, um nur wenige Beispiele zu nennen, ließen politische Gegner je nach Gusto korrumpieren, einsperren oder umbringen. Aus dem gewöhnlichen politischen Mord wurden Bürgerkriege, in denen die alten Kolonialherren heute soviel Geld scheffeln wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit.

Benslama und viele andere Intellektuelle des Maghreb erinnern sich heute daran, wie Habib Bourguiba, Tunesiens Präsident von 1957 bis 1987, zu Beginn seiner Amtszeit die 1.300 Jahre alte Universität von Zitouna schloss, »ihre Gelehrten auseinandertrieb und sie zu Sekundarlehrern ernannte«. Benslama: »Mitten im Ramadan erhob er vor laufenden Kameras das Glas und trank auf die Gesundheit des Volkes.« Respekt? Wer hat vor den Atheisten Respekt, fragt Richard Dawkins, die im heutigen Frankreich geschätzte 30 Prozent ausmachen? Für Benslama bedeutete »das spektakuläre Löschen des Durstes mitten in der Lähmung durch die Fastenzeit mehr als alle Reden über Freiheit und alle Liberalisierungsversprechen – es war ein Akt der Überschreitung, der Transgression«.

Tradition der Unterwerfung

Die Vertreter der heutigen jüdischen Gemeinde Frankreichs, bevorzugte Gesprächspartner des Präsidenten Macron neben den Transzendenz suchenden Absolventen der jesuitischen Seminare, stehen nicht in dieser Tradition der Überschreitung hin zu politischer Emanzipation. Vor der Präsidentschaftswahl im Mai 2007 rief der Conseil représentatif des institutions juives de France (Crif) seine Mitglieder auf, dem Kandidaten Nicolas Sarkozy die Stimme zu geben. Nicht, weil der Mann ein besonders relevantes Programm vorgelegt hätte, sondern weil Vorfahren seiner Mutter offenbar Juden aus Thessaloniki waren. Crif-Präsident Francis Kalifat verbat sich neulich die Teilnahme des Linken Jean-Luc Mélenchon an einem Solidaritätsmarsch für die in ihrer Pariser Wohnung ermordete Jüdin Mireille Knoll. Eine Transgression in die andere Richtung – ein Akt der Entsolidarisierung im Namen eines Kults in der laizistischen Republik Frankreich.

Würde Macron, der gute Katholik und Intellektuelle, der Mann, der nicht nur sein Land, sondern ganz Europa im Schnelldurchgang »reformieren« will, der Investmentbanker und Millionär, an einem Karfreitag vor laufenden Kameras sein Glas heben, um auf das Wohl »seines« Volkes zu trinken? Wohl kaum. Der »Gotteswahn«, gegen den Richard ­Dawkins vermutlich vergeblich den Verstand ins Feld führt, beherrscht auch die Republik Frankreich mit ihrem Gesetz von 1905. Denn der dort artikulierte »Schutz der Religionsfreiheit« lässt alles offen. Nicht etwa für die Kritiker der Kirchen und deren Machtfülle, die sich in der Gestalt des Präsidenten Emmanuel Macron offenbart, sondern für die Priester, Imame, Rabbis und all die anderen Lehrer des Aberglaubens. Bourguibas Geste, schreibt Benslama, »führte eine Zäsur im Denken herbei, durch die das Mögliche sich plötzlich mit dem Unmöglichen verknüpfte. Es handelte sich um ein politisches Statement, das in aller Öffentlichkeit die heilige Zeit, die durch unumstößliche Rituale geregelt ist, unterbrach, um die Befreiung des Volkes aus der theologischen Unterwerfung zu verkünden.«

Hansgeorg Hermann schrieb an dieser Stelle zuletzt am 3. Januar 2018 über Geflüchtete auf Lesbos: »Wir sind alle Flüchtlinge«


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