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Junge Leute

Regisseur Matti Geschonneck wünscht sich bei in Deutschland gezeigten Filmen aus dem Ausland mehr Untertitel und weniger Synchronfassungen. »Es ist schade, dass bei uns Synchronisation so gang und gäbe ist. Das halte ich auch im nachhinein für einen großen Fehler«, sagte Geschonneck der Deutschen Presseagentur. In Synchronfassungen gehen Feinheiten wie Akzente, Intonation oder Lautstärke der jeweiligen Sprache verloren. Dafür locken sie auch Menschen mit weniger Sprachkenntnissen ins Kino. Nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Yougov schauen jüngere Zuschauer englischsprachige Filme und Serien zunehmend im Original, gerne auch ohne Untertitel. »Junge Leute sind trainierter, was die Sprache betrifft«, sagte Geschonneck. »Meine Generation ist da anders. Nicht, weil ich aus der DDR komme, aber wir sind es einfach gewohnt gewesen, synchronisierte Filme zu sehen.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.04.2018, Seite 10, Feuilleton

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