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Vida kritisiert weitere Militarisierung der EU

Wien. Die österreichische Verkehrsgewerkschaft Vida hat die Pläne der EU-Kommission, weitere Infrastruktur für das Militär zu schaffen, scharf kritisiert. »Wir haben wahrlich dringendere Probleme, als Europas Straßen fit für den Krieg zu machen. Der neueste Plan von EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc zeigt, wie weit sie von der Realität entfernt ist«, kritisierte Karl Delfs von Vida in einer Mitteilung der Gewerkschaft vom vergangenen Donnerstag. Bulc hatte sich dafür stark gemacht, dass künftig Panzer, Truppen und Munition einfacher innerhalb der EU zirkulieren können. Die Gewerkschaft hingegen verwies darauf, dass täglich Kraftfahrer auf den Straßen der Mitgliedsländer sterben, weil die Rahmenbedingungen für Logistikdienstleistungen verheerend seien. »Der wirkliche Krieg«, so Vida, finde bereits auf den Straßen statt. »Übermüdete Fahrer, die 30 Stunden und mehr wegen verbotener Belohnungssysteme unterwegs sind sowie Sozialmissbrauch, Manipulationen der Lenkzeitaufzeichnungen stehen an der Tagesordnung«, so Delfs. Um diese Probleme solle sich die EU kümmern statt um die militärische Infrastruktur. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.04.2018, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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