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Aus: Ausgabe vom 24.03.2018, Seite 10 / Feuilleton
Film

Post-Avantgarde (Ost)

Die beiden ungarischen Regisseure Igor und Ivan Buharov verarbeiten in ihren Filmen seit Mitte der 90er Jahre die gesellschaftlichen Entwicklungen in Ostmitteleuropa. Am Sonntag stellen sie eine Auswahl ihrer politischen postavantgardistischen Kurzfilme aus den Jahren 1996 bis 2018 in der Brotfabrik Berlin vor. Eigentlich heißen die beiden Kornel Szilagyi und Nandor Hevesi. Vor einigen Jahren entschieden sie sich für die russischen Künstlernamen, weil sie meinten, dies würde bei internationalen Filmfestivals besser ankommen. Die meist auf Super 8 oder 16 mm gedrehten Kurzfilme reflektieren humorvoll die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Ostmitteleuropa und geben gleichzeitig einen authentischen, bitteren Einblick in das Seelenleben der Menschen in der Region. Ihr 2016 erschienener Spielfilm »Most of the Souls That Live Here« wurde auf zahlreichen Filmfestivals in ganz Europa gezeigt. Kornel Szilagyi hat das Kurzfilmprogramm persönlich ausgewählt und wird es an dem Abend präsentieren. (jW)

Kurzfilme von Igor und Ivan Buharov. Anschließend Gespräch mit Igor Buharov (alias Kornel Szilagyi), Sonntag, 25. März, 20 Uhr, Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin

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