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Bummi-Vortrag

Zu den wenigen überlebenden DDR-Lieblingen zählt der Teddybär Bummi, der als Held der gleichnamigen Zeitschrift ab 1957 Generationen von Kindern in den Bann zog. Bummi war Namensgeber von Kindergärten, Zahnpasta, Sportfesten und Schuhen, nahm Einzug ins Kinderfernsehen und erlebte Leinwandabenteuer. Davon zeugte eine Ausstellung, die bis Dezember im Brandenburgischen Reckhan Scharen von Besuchern anzog. Im exzellent ausgestatteten Katalog »Die Kinderzeitschrift Bummi – Vom Spielzeugland in die ostdeutsche Wirklichkeit« werden alle Aspekte des Bummi-Fiebers reich und farbig illustriert beleuchtet. Die beiden Kuratoren wollen eine Wanderausstellung konzipieren. Zur Überbrückung der Wartezeit werden Jeanette Toussaint und Ralf Forster am kommenden Donnerstag, 18 Uhr, im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt anhand von Dias und Originalobjekten von ihren Forschungsergebnissen und Gesprächen mit Bummi-Veteranen erzählen und politische Hintergründe erläutern. Dazu läuft der amüsante DEFA-Kurzfilm »Bummi als Verkehrspolizist« von 1965. (fbh)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.03.2018, Seite 10, Feuilleton

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