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Pädokriminelle sollen aus Bundeswehr fliegen

Staufen/Berlin. Angesichts der Verwicklung eines Soldaten in einen Fall schweren Missbrauchs in Freiburg will Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) härter gegen sogenannte pädophile Straftäter in der Truppe vorgehen. Man wolle die geltende Rechtsprechung ändern, damit Soldaten, die sich des Kindesmissbrauchs oder des Besitzes von Kinderpornographie schuldig gemacht haben, künftig unverzüglich aus der Truppe entfernt werden, kündigte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag in Berlin an. Bislang werden Bundeswehr-Angehörige aus dem Dienst entlassen, wenn sie zu einer Haftstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt werden. Man werde jetzt aber immer auf Entlassung dringen, sagte der Sprecher. Im Fall des jahrelang sexuell missbrauchten Neunjährigen aus Staufen nahe Freiburg wurde gegen einen 49jährigen Bundeswehr-Soldaten Anklage erhoben. Dem Stabsfeldwebel werden besonders schwere Vergewaltigung und Zwangsprostitution vorgeworfen. Er war bereits 2008 wegen Besitzes von Kinderpornos verurteilt worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2018, Seite 4, Inland

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