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Belastende Aussage im Wehrhahn-Prozess

Düsseldorf. Im Prozess um den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn am 27. Juli 2000 hat ein ehemaliger Mithäftling den Angeklagten vor Gericht schwer belastet. Er habe ihm die Tat gestanden und damit geprahlt, berichtete der Zeuge am Donnerstag. Wörtlich habe der Beschuldigte gesagt: »Ich habe die Kanaken in meinem Viertel in die Luft gejagt.« Das habe der heutige Zeuge 2014 einer JVA-Beamtin im Gefängnis mitgeteilt. Dem mutmaßlichen Täter mit Kontakten zur rechten Szene wird zwölffacher Mordversuch aus Fremdenhass vorgeworfen. Bei den damals zum Teil lebensgefährlich verletzten zehn Opfern des Anschlags handelt es sich überwiegend um jüdische Zuwanderer aus Osteuropa. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2018, Seite 4, Inland

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