Aus: Ausgabe vom 14.02.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Naturschutz auf dem Balkan

Hintergrund | Mo., 18.40, Deutschlandfunk

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Eines von vielen: Das Fierza-Wasserkraftwerk am Drin in Albanien

Die Natur vor den Folgen der Industrie zu schützen, richtet sich in der Regel gegen die Kohle, Stahl und gegen Atomkraft. Doch was passiert, wenn Kapitalisten die Errichtung von Wasserkraftwerken als Anlageform entdecken? Unter dem Banner der »Energiewende« wurden in Europa zahlreiche Programme zur Förderung regenerativer Stromerzeugung aufgelegt. Wie sich herausstellt, wissen dies auch Unternehmen zu nutzen, die im Bau und Betrieb von Wasserkraftwerrken eine rentable Kapitalanlage sehen.

Der Balkan mit seinen wilden Flusslandschaften zeigt dies deutlich. Die Kohlekraftwerke in der Region vom Netz zu nehmen und durch saubere, erneuerbare Quellen zu ersetzen ist richtig und wichtig. Doch nutzen Energiekonzerne zusammen mit Baufirmen und Banken die Möglichkeiten aus, um so viele kleine Wasserkraftwerke wie möglich zu errichten. Auf Kosten der Umwelt und vor allem zum Leid der Bevölkerung. (mb)


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