Zum Inhalt der Seite

UNO: Kultur des Schweigens

New York/Rom. Dutzende Mitarbeiterinnen der Vereinten Nationen haben einem Medienbericht zufolge sexuellen Missbrauch erlitten. Wie der britische Guardian vergangenen Freitag unter Berufung auf Gespräche mit derzeitigen und ehemaligen UN-Mitarbeitern berichtete, herrsche in der Organisation zugleich eine »Kultur des Schweigens« und der Straflosigkeit vor. Auf Opfer werde oft Druck ausgeübt, die mutmaßlichen Täter würden nicht bestraft und blieben in ihren Ämtern. 15 Befragte gaben an, in den letzten fünf Jahren sexuelle Belästigung oder Vergewaltigung erlebt zu haben, sieben von ihnen hatten dies intern gemeldet. Drei Frauen gaben an, nach ihrer Beschwerde entweder ihre Arbeit verloren oder mit Kündigung bedroht worden zu sein.

UN-Generalsekretär António Guterres ließ in Reaktion auf den Bericht mitteilen, man werde wegen der Vorwürfe »unerbittlich« ermitteln. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.01.2018, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!