Zum Inhalt der Seite

Appelfeld gestorben

Der israelische Schriftsteller Aharon Appelfeld ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Familie am Donnerstag in Jerusalem. Mit mehr als 40 Büchern war Appelfeld einer der produktivsten Schriftsteller Israels. Seine Werke wurden in 35 Sprachen übersetzt. Viele von ihnen erschienen im Rowohlt-Verlag. Seine Hauptthemen waren das jüdische Leben vor dem Holocaust und Kindheitserinnerungen aus Osteuropa. Appelfeld wollte als Holocaustüberlebender, aber nicht als »Holocaustautor« gesehen werden. Aufgewachsen war er im heute in der Ukraine gelegenen Tscherniwzi (Czernowitz). Seine Mutter wurde nach dem Einmarsch der Deutschen ermordet, er kam mit seinem Vater ins Ghetto. 1944 schloss er sich als Küchenjunge der vorrückenden Roten Armee an und gelangte 1946 mit 13 Jahren nach Palästina. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 05.01.2018, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!