Aus: Ausgabe vom 08.12.2017, Seite 9 / Kapital & Arbeit

EU und Mercosur fast handelseinig

München. Die EU steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Abschluss eines Handelsvertrags mit Brasilien und drei weiteren Staaten Südamerikas. Das Abkommen mit dem Wirtschaftsblock Mercosur werde etwa 800 Millionen Konsumenten umfassen und solle vor allem den Export von Industriegütern und Lebensmitteln erhöhen, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Donnerstag. Zugleich könne es aber den Schutz der Verbraucher schwächen. Die Zeitung berief sich in dem Beitrag auf Hunderte Seiten Verhandlungstexte, die sie von der Umweltschutzorganisation Greenpeace und anderen Quellen erlangt habe. Diese erlaubten »erstmals einen Einblick in die geheimgehaltenen Gespräche«. Demnach will die EU unter anderem den Export aus südamerikanischen Lebensmittelbetrieben akzeptieren, ohne diese vorher zu begutachten. Sie solle sich statt dessen auf Garantien des Herkunftslandes verlassen. Die Lieferungen aus den Mercosur-Staaten, die schon jetzt für mehr als die Hälfte der EU-Rindfleisch- und Geflügelimporte verantwortlich seien, sollten durch das Abkommen stark zunehmen. (AFP/jW)

Das junge Welt-Sommerabo

Lesen Sie drei Monate die gedruckte Ausgabe der Tageszeitung junge Welt! Das Abo kostet 62 Euro statt 115,20 Euro und endet automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Dazu erhalten Sie das Buch »Marx to go« aus dem Verlag Neues Leben. Dieses Angebot ist nur bestellbar bis 24. September 2018.

Mehr aus: Kapital & Arbeit
  • EU-Kommission will ab 2019 Währungsfonds und Finanzminister installieren. Berlin begrüßt die Wahl von Mário Centeno als Chef der Euro-Gruppe
    Simon Zeise
  • Funktionär für Umweltfragen in den USA zu sieben Jahren Haft verurteilt