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EU und Mercosur fast handelseinig

München. Die EU steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Abschluss eines Handelsvertrags mit Brasilien und drei weiteren Staaten Südamerikas. Das Abkommen mit dem Wirtschaftsblock Mercosur werde etwa 800 Millionen Konsumenten umfassen und solle vor allem den Export von Industriegütern und Lebensmitteln erhöhen, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Donnerstag. Zugleich könne es aber den Schutz der Verbraucher schwächen. Die Zeitung berief sich in dem Beitrag auf Hunderte Seiten Verhandlungstexte, die sie von der Umweltschutzorganisation Greenpeace und anderen Quellen erlangt habe. Diese erlaubten »erstmals einen Einblick in die geheimgehaltenen Gespräche«. Demnach will die EU unter anderem den Export aus südamerikanischen Lebensmittelbetrieben akzeptieren, ohne diese vorher zu begutachten. Sie solle sich statt dessen auf Garantien des Herkunftslandes verlassen. Die Lieferungen aus den Mercosur-Staaten, die schon jetzt für mehr als die Hälfte der EU-Rindfleisch- und Geflügelimporte verantwortlich seien, sollten durch das Abkommen stark zunehmen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.12.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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