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Frankreichs Premier gegen Gendersprache

Paris. Nach monatelangen Diskussionen über »geschlechtergerechte Sprache« hat Frankreichs Premier Édouard Philippe ein Machtwort gesprochen: Sogenannte Pünktchen-Begriffe haben in offiziellen Texten nichts zu suchen. Er wies die Ministerien in einem der Nachrichtenagentur AFP Ende November vorliegenden Rundschreiben an, keine »gender-neutralen« Konstruktionen zu verwenden.

Während die deutschen Grünen schon seit zwei Jahren Ausdrücke wie »Politiker*innen« nutzen, ist die Debatte in Frankreich relativ neu. Dort dringen Feministen darauf, mit Pünktchen versehene Begriffe wie »député.e.s« (»Parlamentarier*innen«) oder »électeur.rice.s« (Wähler*innen) zu verwenden.

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Der Streit war nach der Veröffentlichung eines ersten Schulbuchs mit geschlechtsneutralen Ausdrücken im September entbrannt. Die Académie française als oberste Hüterin der Sprache hat sich gegen die »inklusive Sprache« ausgesprochen. Premier Philippe wolle »die Debatte beenden«, hieß es in Paris. Es gehe ihm um »Verständlichkeit und Klarheit«, insbesondere bei Texten fürs Amtsblatt. Ungeachtet dessen sei die Regierung aber um Gleichstellung bemüht. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2017, Seite 15, Medien

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