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AfD will Konkursmasse von Kleinpartei nicht

Wuppertal/Berlin. Die rechte Splitterpartei »Bürgerbewegung pro Deutschland« hat zwölf Jahre nach ihrer Gründung aufgegeben, kann aber offenbar nicht wunschgemäß in der AfD aufgehen. Die Bundesversammlung habe am Sonnabend in Wuppertal die Auflösung der Partei beschlossen (siehe jW vom 13.11.). Die bisherigen Mitglieder und kommunalen Mandatsträger seien aufgefordert, sich der AfD anzuschließen, teilte die Partei mit. Die Ursprünge der rechtspopulistischen Splitterpartei liegen in der islamfeindlichen Initiative Pro Köln. Diese war mit ihrer Agitation gegen einen Moscheebau in der Domstadt bekannt geworden. Mitglieder des Vereins waren maßgeblich an der Gründung der Partei 2005 beteiligt gewesen. Pro Deutschland begründete die Auflösung unter anderem mit dem Einzug der AfD in den Bundestag. Mit deren Fraktion sei dort »erstmals eine freiheitliche Kraft« vertreten. Bei der AfD sind Exmitglieder von Pro Deutschland jedoch nicht willkommen. »Diese Partei steht auf unserer Unvereinbarkeitsliste, sie können gar nicht aufgenommen werden«, teilte AFD-Sprecher Christian Lüth auf Anfrage mit. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.11.2017, Seite 15, Antifaschismus

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