Zum Inhalt der Seite
Fußball

Neue Schande

Bologna. Am Mittwoch trug Lazio Rom in Bologna sein erstes Spiel nach dem Skandal um antisemitische Klebebilder im heimischen Olympiastadion aus. Der Abend in Bologna sollte im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Faschismus stehen. Die Lazio-Spieler trugen beim Aufwärmen T-Shirts mit der Aufschrift »Nein zum Antisemitismus« und einem Bild von Anne Frank, die mit Klebebildern in Rom verhöhnt worden war. Ein Ausschnitt aus ihrem Tagebuch wurde vorgelesen. Es folgte die vom italienischen Verband für sämtliche Spiele dieser Woche angeordnete Gedenkminute für die Opfer des Holocaust. Während der Zeremonie stimmten Lazio-Anhänger faschistische Gesänge an und zeigten den Hitlergruß. Die Gazzetta dello Sport wertete das am Donnerstag als »neue Schande« für den Verein. (sid/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.10.2017, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!