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CSU: »Jamaika« nur mit Obergrenze

Berlin. Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, hat nach Agenturberichten eine Obergrenze für Zuwanderer zur absoluten Bedingung für eine »Jamaika«-Koalition aus Union, FDP und Grünen gemacht. »Ohne eine Begrenzung der Zuwanderung wird Jamaika eine Insel der Karibik bleiben, aber auf keinen Fall eine Koalition in Berlin werden«, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag zur zweiten inhaltlichen Sondierungsrunde. Laut der Deutschen Presseagentur (dpa) nannte Dobrindt eine konkrete Zahl: »Ohne eine Begrenzung auf maximal 200.000 Menschen pro Jahr bleibt Jamaika eine Insel in der Karibik – und wird keine Koalition in Berlin!« gab die dpa seine Worte wieder. Linksparteichef Bernd Riexinger hatte am Montag im Gespräch mit junge Welt gewarnt, die CSU wolle nicht zwischen Asylsuchenden, Kriegsflüchtlingen und Arbeits­migranten differenzieren. (dpa/Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.10.2017, Seite 1, Inland

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