-
28.09.2017
- → Medien
Streiterei um Medienkritik
München. Der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender hat den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegen Kritik aus den Reihen der Politik verteidigt. Der Vorwurf, ARD und ZDF hätten dazu beigetragen, die AfD aufzuwerten, stimme nicht, sagte Brender am Montag in der ARD-Sendung »Hart aber fair«. Brender kommentierte den Vorwurf der CSU-Abgeordneten Dorothee Bär als »völligen Unsinn«, sie habe von jemandem aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehört, AfD-Politiker würden gerne eingeladen, um damit gute Quoten zu bekommen.
SPD-Familienministerin Katarina Barley hatte kritisiert, in den Talksendungen des Vorjahres seien Themen wie Migration und Flüchtlinge deutlich überrepräsentiert gewesen. Auch CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann hatte am Sonntag gesagt, es müsse darüber diskutiert werden, in welchem Ausmaß ARD und ZDF dazu beigetragen hätten, die AfD großzumachen. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
