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Aus: Ausgabe vom 28.09.2017, Seite 10 / Feuilleton
Kunst

»Mal noch so was«

Der Maler und »Jahrhundertfälscher« Wolfgang Beltracchi sieht den Kunstmarkt als hemmenden Faktor für die Kreativität. Der Markt habe Maler schon in früheren Jahrhunderten häufig zu einem ganz bestimmten Stil getrieben. »Die Kunsthändler haben den Künstlern gesagt: Das, was du da gemacht hast, kann ich ungemein gut verkaufen. Mal noch so was. So entstehen diese angeblichen Handschriften«, sagte Beltracchi anlässlich seines neuen Projektes »Kairos. Der richtige Moment«. Er war bekannt geworden, gerade weil er die Handschriften zahlreicher berühmter Maler so gekonnt kopierte, dass selbst Experten die Werke als echt werteten. 2011 war er in einem der größten Kunstfälscherprozesse seit 1945 wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. (dpa/jW)

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