-
28.09.2017
- → Feuilleton
»Mal noch so was«
Der Maler und »Jahrhundertfälscher« Wolfgang Beltracchi sieht den Kunstmarkt als hemmenden Faktor für die Kreativität. Der Markt habe Maler schon in früheren Jahrhunderten häufig zu einem ganz bestimmten Stil getrieben. »Die Kunsthändler haben den Künstlern gesagt: Das, was du da gemacht hast, kann ich ungemein gut verkaufen. Mal noch so was. So entstehen diese angeblichen Handschriften«, sagte Beltracchi anlässlich seines neuen Projektes »Kairos. Der richtige Moment«. Er war bekannt geworden, gerade weil er die Handschriften zahlreicher berühmter Maler so gekonnt kopierte, dass selbst Experten die Werke als echt werteten. 2011 war er in einem der größten Kunstfälscherprozesse seit 1945 wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
