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Bankenrettung in Russland

Moskau. Russland greift der strauchelnden Großbank Otkritie unter die Arme. Die Notenbank erklärte am Dienstag abend in Moskau, sie werde einen gewichtigen Teil an dem siebtgrößten Geldhaus des Landes übernehmen. Dem Institut setzen notleidende Kredite und hohe Mittel-Abflüsse zu. Das Management habe strategische Fehler begangen, kritisierte die Zentralbank. Nun brauche Otkritie frisches Geld, und die Bilanz müsse bereinigt werden. Analysten zufolge ist das Kreditinstitut wohl zu groß und einflussreich, um es zusammenbrechen zu lassen. Der Schritt der Notenbank dürfte Sorgen um den russischen Bankensektor insgesamt schüren und Spekulationen befeuern, andere Geldhäuser könnten ähnliche Probleme haben. Nach Angaben der Zentralbank haben Kunden angesichts sich abzeichnender Probleme bei Otkritie zwischen dem 3. Juli und dem 24. August umgerechnet rund 7,5 Milliarden Euro von ihren Konten abgezogen. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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