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Aus: Ausgabe vom 28.08.2017, Seite 16 / Sport
Doping

Die alte Leier

Hamburg. Angeblich soll die russische Regierung dem Chemiker Grigori Rodtschenkow den Auftrag erteilt haben, ein Dopingprogramm für die Nationalmannschaft bei der Heim-WM 2018 zu erarbeiten, behauptet der Spiegel in seiner neuen Ausgabe. Rodtschenkow war bis 2015 zehn Jahre lang Chef des Antidopinglabors in Moskau. Danach flüchtete er in die USA. Der US-amerikanische Filmemacher Bryan Fogel soll ihm dabei geholfen haben. »Grigori war schon mitten in den Vorbereitungen dafür, als alles aufflog«, behauptete Fogel. Der Chef des WM-Organisationskomitees Witali Mutko, der auch russische Vizepremier ist, sagte: »Der Staat hat keine Möglichkeit, die Arbeit eines Labordirektors zu überwachen.« Rodtschenkow sei als Chef des Antidopinglabors in Moskau nur der Weltantidopingbehörde (WADA) unterstellt gewesen. »Natürlich haben wir gedacht, dass alles in Ordnung ist.« (sid/jW)

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