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15.08.2017
- → Kapital & Arbeit
China fragt weniger Erdöl nach
Amsterdam. Ein überraschender Rückgang der Ölverarbeitung in China hat am Montag die entsprechenden Märkte zusätzlich belastet. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um fast ein Prozent auf 51,61 US-Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl der Referenzsorte WTI kostete mit 48,43 Dollar 0,8 Prozent weniger. Die chinesischen Ölraffinerien hatten im Juli täglich 10,71 Millionen Fass (je 159 Liter; bpd) verarbeitet – 500.000 bpd weniger als noch im Juni und so wenig wie seit September 2016 nicht mehr.
Analysten erklärten, der Rückgang sei stärker als erwartet ausgefallen. China ist je nach Berechnungsmethode die weltweit zweitgrößte bzw. größte Volkswirtschaft. Die Versuche der klassischen Anbieter (OPEC, Russland), mittels Förderbeschränkungen die Preise nach oben zu treiben, erlitten damit einen zusätzlichen Rückschlag. Zudem stieg die Zahl der US-Ölbohrungen in der vergangenen Woche laut dem Konzern Baker Hughes erneut. Sie ist nunmehr so hoch wie zuletzt im April 2015. Damals hatte Saudi-Arabien durch Dumpingpreise versucht, die Frackingbranche der USA vom Markt zu verdrängen, und einen Preissturz ausgelöst, der auch den anderen Förderländern schadete.(Reuters/jW)
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