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Besserungen bei Teilzeitarbeit gefordert

Wien. Die größte österreichische Gewerkschaft, die GPA-djp, hat eine bessere Bezahlung von Beschäftigten in Teilzeit gefordert. »Jede Statistik beweist es: Immer mehr Vollzeitstellen werden durch Teilzeitarbeitsplätze ersetzt, davon sind vor allem Frauen betroffen«, erklärte Wolfgang Katzian, Vorsitzender der GPA-djp, am vergangenen Dienstag. Viele der Betroffenen würden gern ihre Stundenzahl erhöhen, weil es ihnen andernfalls an Lohn mangele und sie später von Altersarmut betroffen seien. Katzian schlug vor, die Mehrstundenzuschläge, die für Mehrarbeit gezahlt werden, von bisher 25 auf künftig 50 Prozent zu erhöhen. Für eine Verkäuferin mit einem Arbeitsvertrag über 20 Wochenstunden, die tatsächlich regelmäßig aber 30 Stunden arbeite, würde die Umstellung beispielsweise ein Lohnplus von etwa 17 Prozent bedeuten.

Als Mehrarbeit wird jene Arbeit bezeichnet, die zwischen dem vereinbarten Normalarbeitszeitausmaß (zum Beispiel 38,5 Wochenstunden) und dem gesetzlichen Normalarbeitszeitausmaß (im Regelfall 40 Wochenstunden) geleistet wird. Erst wenn über das gesetzliche Normalarbeitszeitausmaß hinaus gearbeitet wird, fallen die besser vergüteten Überstunden an. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.08.2017, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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