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Raubkunst

Gurlitt und kein Ende

Das Kunstmuseum Bern hat Probleme mit den Ausfuhrformalitäten für Werke aus der berüchtigten Sammlung Cornelius Gurlitt. Für Freitag war die Präsentation einiger Bilder geplant. Der Termin musste »wegen unvorhergesehener Schwierigkeiten« kurzfristig abgesagt werden, teilte das Museum ohne weitere Angaben mit. Für November ist eine Doppelausstellung unter dem Titel »Bestandsaufnahme Gurlitt. Entartete Kunst – beschlagnahmt und verkauft« in Bern und Bonn geplant. Zu welchen Teilen der Gurlitt-Nachlass aus Naziraubkunst besteht, ist noch nicht geklärt. Der 2014 gestorbene Gurlitt war Sohn von Hildebrand Gurlitt, einem Kunsthändler Adolf Hitlers. Er hatte seine Sammlung dem Museum in Bern vermacht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.07.2017, Seite 10, Feuilleton

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