-
12.05.2017
- → Inland
Haftantritt zum Protest genutzt
Hildesheim. Antiatomkämpferin Hanna Poddig hat am Donnerstag ihre mehrwöchige Haft in der Justizvollzugsanstalt Hildesheim angetreten. Wegen einer Ankettaktion bei Münster 2012 gegen einen Uranhexafluoridtransport war eine Strafe von 1.650 Euro gegen sie verhängt worden, deren Zahlung sie ablehnte. »Natürlich könnte ich die Geldstrafe auch zahlen, aber das würde die Strafe weniger sichtbar machen«, erklärte Poddig. Ihr Haftantritt wurde von einer Unterstützungskundgebung begleitet, die Cécile Lecomte angemeldet hatte. Sie hatte sich 2016 ebenfalls geweigert, eine Geldstrafe wegen einer Atomtransportblockade zu bezahlen. Sie erhielt daraufhin eine Ladung zur Erzwingungshaft, konnte diese jedoch nicht antreten, da der Leiter der JVA, Oliver Weßels, das Bußgeld selbst bezahlt hatte, um die Öffentlichkeitswirkung zu verhindern. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!