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Verbraucherzentralen kritisieren Provider

Berlin. Die Verbraucherzentralen verlangen ein Ende unrealistischer Werbeversprechen beim schnellen Internet. Das sagte der Vorsitzende des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag. Jüngste Messungen der Bundesnetzagentur hätten ergeben, dass versprochene Spitzengeschwindigkeiten bei Breitbandanschlüssen meist nicht eingehalten würden. Ändere sich die Praxis nicht rasch, sei der Gesetzgeber gefordert, so Müller. Die Netzagentur hatte Ende März nach Prüfung von 160.000 Anschlüssen festgestellt, dass im Festnetz nur rund zwölf Prozent der Anschlüsse wirklich die beworbene Maximalgeschwindigkeit lieferten. Bei Mobilfunkanschlüssen waren es gar nur fünf Prozent. VZBV-Chef Müller forderte, dass die Anbieter nicht länger mit »verkleisterten Formulierungen« werben dürfen. Dazu zähle vor allem die Formulierung, wonach Anschlüsse Übertragungsgeschwindigkeiten »bis zu« einer bestimmten Anzahl von Megabit pro Sekunde erreichen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

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