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10.04.2017
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Kein Halt (I)
Frankfurt am Main. Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger geht im Skandal um die WM-Vergabe 2006 weiter von einem deutschen Stimmenkauf aus. »Da kann es nach den heutigen Erkenntnissen keine zwei Meinungen mehr geben«, sagte Zwanziger in einem Interview von Bild am Sonntag. »Das korrupte FIFA-System hat auch vor Deutschland nicht haltgemacht.« Zwanziger kritisierte zudem die aktuelle DFB-Führung um Präsident Reinhard Grindel vehement. Der sogenannte Freshfields-Bericht der gleichnamigen Anwaltskanzlei zur Aufarbeitung der dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro nach Katar sei »sein Geld nicht wert«, weil beschönigend und intransparent zustande gekommen. Gegen Zwanziger ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit der WM-Affäre wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung. Der 71jährige weist die Vorwürfe zurück. Mitgefühl äußerte Zwanziger mit Franz Beckenbauer. Als ehemaliger Chef des Organisationskomitees ist der eine zentrale Figur im WM-Skandal: »Ganz ehrlich: Ich leide mehr mit ihm als mit mir selbst.« (dpa/jW)
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