Zum Inhalt der Seite

Japan will nicht an Geschichte erinnern

Tokio. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat am Sonntag Südkorea aufgefordert, ein Denkmal an die von Japan während des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsprostitution gezwungenen Frauen in Busan zu entfernen. Abe verwies im Fernsehsender NHK auf ein Abkommen aus dem Jahr 2015, mit dem beide Länder den Streit mit einer Entschuldigung Japans und Entschädigungszahlungen beilegen wollten. Am Freitag hatte Tokio seinen Botschafter aus Südkorea abgezogen und auch den Generalkonsul in der Stadt Busan ins Land zurückbeordert. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.01.2017, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!