Zum Inhalt der Seite

AfD-Mitglieder in NRW wollen Sonderparteitag

Köln. In der AfD in Nordrhein-Westfalen formiert sich nach dem Streit um die Wahlen zur Landesliste parteiinterner Widerstand gegen den Landesvorsitzenden Marcus Pretzell. Mitglieder des zerstrittenen Landesverbandes sammeln Unterschriften für einen Sonderparteitag, auf dem die bisherige Liste mit mehr als 40 Kandidaten für die Landtagswahl 2017 für unrechtmäßig erklärt und neu gewählt werden soll. Das bestätigte am Montag eine Parteisprecherin. Die Aktion richtet sich nach einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers gegen Pretzell. Kritiker werfen ihm Trickserei vor, weil bei den Listenwahlen mehrere Stimmzettel vernichtet worden sein sollen. Pretzell hat dies bestätigt, er hält die Stimmen aber nicht für wahlentscheidend. Für einen Sonderparteitag müssten laut Zeitung fünf Prozent der 4.200 AfD-Mitglieder im Land unterschreiben. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2016, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!