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Mensah-Schramm in Bautzen angezeigt

Berlin. Die Berliner Menschenrechtsaktivistin Irmela Mensah-Schramm ist nach eigenen Angaben in Bautzen von einem Polizisten wegen Sachbeschädigung angezeigt worden. Dies berichtete der Berliner Tagesspiegel am Montag abend auf seiner Internetseite. Der Beamte habe sie Ende Oktober beim Übersprühen von Naziparolen auf einem Verteilerkasten beobachtet. »Der Polizist beschimpfte mich als kriminell und nahm mir die Farbdose ab. Auch die umstehenden Bürger pöbelten mich an. Das habe ich so noch nie erlebt«, sagte Mensah-Schramm am Montag laut Nachrichtenagentur dpa. Ein Polizeisprecher bestätigte die Anzeige: »Selbst wenn beste Absichten dahinter stehen, handelt es sich um eine Straftat. Die Kriminalpolizei ermittelt, dann wird sich die Staatsanwaltschaft kümmern.« Mensah-Schramm entfernt seit 30 Jahren rechte Schmierereien und Nazisymbole aus dem öffentlichen Raum und ist bereits mehrfach für ihre Zivilcourage ausgezeichnet worden. Anfang Oktober erhielt die 70jährige in Berlin allerdings einen Strafbefehl wegen des Übermalens von Hassparolen. Begründung: Ihr Graffiti war geringfügig größer als das Original. Gegen das Urteil über die Zahlung von 1.800 Euro legte sie Rechtsmittel ein. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.11.2016, Seite 15, Antifaschismus

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