-
12.10.2016
- → Ausland
Uruguay: Exgefangener im Hungerstreik
Montevideo. Der syrische in Uruguay lebende ehemalige Guantanamo-Häftling Dschihad Dijab ist wegen seines im August begonnenen Hungerstreiks in akuter Lebensgefahr. Er sei in einem »lebensbedrohlichen Zustand«, sagte die für ihn zuständige Ombudsfrau am Montag. Dijab fordert, in die Türkei oder ein anderes Land der Region gebracht zu werden, um dort seine Familie treffen zu können. Er war 2002 im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet festgenommen und zwölf Jahre lang ohne Anklage inhaftiert worden. 2014 kam er aus dem Gefängnis auf dem US-Stützpunkt auf Kuba frei und wurde wegen des Krieges in Syrien nach Uruguay gebracht. Regierungsvertretern zufolge bemüht sich Montevideo darum, ein Aufnahmeland für ihn zu finden. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!