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Uruguay: Exgefangener im Hungerstreik

Montevideo. Der syrische in Uruguay lebende ehemalige Guantanamo-Häftling Dschihad Dijab ist wegen seines im August begonnenen Hungerstreiks in akuter Lebensgefahr. Er sei in einem »lebensbedrohlichen Zustand«, sagte die für ihn zuständige Ombudsfrau am Montag. Dijab fordert, in die Türkei oder ein anderes Land der Region gebracht zu werden, um dort seine Familie treffen zu können. Er war 2002 im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet festgenommen und zwölf Jahre lang ohne Anklage inhaftiert worden. 2014 kam er aus dem Gefängnis auf dem US-Stützpunkt auf Kuba frei und wurde wegen des Krieges in Syrien nach Uruguay gebracht. Regierungsvertretern zufolge bemüht sich Montevideo darum, ein Aufnahmeland für ihn zu finden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.10.2016, Seite 7, Ausland

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