Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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Aus: Ausgabe vom 10.09.2016, Seite 16 / Aktion

Ein guter Tag!

Rechte auf dem Vormarsch? Widerstand ist möglich! Mit junge Welt zum großen Protesttag am 17. September
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Samuel Wanitsch

Keine schönen Zeiten, in denen rechte Kräfte und damit die reaktionärsten Hilfstruppen des Kapitals auf dem Vormarsch sind. Aber trotzdem können die Herrschenden nicht ohne weiteres schalten und walten, wie sie wollen: Gegen die sogenannten Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA regt sich energischer Widerstand. Die Formen des Protestes sind vielfältig, am Donnerstag haben sich zum Beispiel Aktivisten in Basel mit einem Protestplakat durch das Rheinknie treiben lassen, während andere Flugblätter an Passanten verteilten. Und am kommenden Wochenende finden in vielen Städten Deutschlands und Österreichs große Protestveranstaltungen statt. Denn Millionen lassen sich von Politik und Medien nicht einreden, dass diese Abkommen auch in ihrem Interesse seien. Hunderttausende von ihnen werden am 17. September auf die Straße gehen.

Damit besteht nicht nur die Chance, die Freihandelsabkommen zu verhindern: Diese Veranstaltungen geben Kraft, machen Mut. Weil sie zeigen: Trotz der momentanen Schwäche linker Kräfte kann wirkungsvoll Widerstand geleistet werden! Gesellschaftliche Alternativen zum herrschenden kapitalistischen System sind dringend notwendig! Widerstand und Veränderung darf man nicht Parlamenten überlassen – es kommt darauf an, dass Menschen die Dinge selber in die Hand nehmen. Der 17. September wird ein guter Tag!

Auch für eine konsequent linke Tageszeitung wie die junge Welt, die sich als Alternative zum bürgerlichen medialen Einheitsbrei versteht. Sie arbeitet unabhängig von der Kapitalklasse, deren Geld und politischem Personal. Weshalb sie nicht deren Interessen, Meinungen und Analysen verpflichtet ist. Damit eine solche Zeitung trotzdem überleben kann, braucht sie eine wachsende Zahl von Leserinnen und Leser, die bereit sind, mit ihrem Abonnement die notwendigen Kosten für Herstellung, Verbreitung und Vertrieb der Zeitung zu finanzieren. Der 17. September wird zeigen, dass es sehr viele Menschen gibt, die so eine Zeitung brauchen.

Aus diesen Gründen bitten wir schon heute alle, die noch kein Print- oder Onlineabo haben: Abonnieren Sie die junge Welt! Und helfen Sie dabei, neue Leserinnen und Leser und zusätzliche Abonnenten zu gewinnen. Lokale Aktionen vor Ort bieten die Möglichkeit dazu. Aber auch bei überregionalen wie den Anti-TTIP-Demos am kommenden Samstag und bei der großen Friedensdemo am 8. Oktober in Berlin können Sie daran mitwirken, dass viele unsere Zeitung für sich entdecken. Wir werden an allen Orten die aktuelle junge Welt verteilen und Probeabos einsammeln, aus denen dann hoffentlich viele richtige Abonnements werden. Nur auf dieser Grundlage können wir unsere ökonomische Unabhängigkeit stärken und die Zeitung weiterentwickeln.

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