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Kritik an Vorgehen gegen Sinti und Roma

Strasbourg. Der Europarat hat das Vorgehen europäischer Länder gegen Sinti und Roma kritisiert. Vor allem in den Sommermonaten seien diese nicht sesshaften Minderheiten von Ausweisung und Vertreibung betroffen, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung des Roma-Sonderbeauftragten des Europarats, die auch von der EU-Grundrechte­agentur, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und dem UN-Menschenrechtskommissar unterzeichnet wurde. In der Erklärung wird vor tiefgreifenden humanitären Folgen einer verschärften Ausweisungspraxis gewarnt. Folgen seien »körperliche und seelische Gesundheitsprobleme« wie »emotionale Schocks oder dauerhafte soziale Isolierung, die vor allem die Verletzlichsten treffen – Frauen, Ältere oder Behinderte«.(AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2016, Seite 7, Ausland

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