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Der Drahtzieher

Gut drei Jahre nach dem Säureanschlag auf den ehemaligen Ballettchef des Moskauer Bolschoi-Theaters ist der Drahtzieher auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen worden. Der frühere Solotänzer Pawel Dmitritschenko hat die Hälfte seiner fünfeinhalbjährigen Haftstrafe abgesessen. Aus Unzufriedenheit mit der Verteilung der Rollen am Bolschoi hatte er im Januar 2013 zwei Komplizen dazu gebracht, das Gesicht seines Direktors Sergej Filin zu verätzen, der seitdem sehbehindert ist. Dmitritschenko könne sich eine Fortsetzung seiner Karriere am Bolschoi vorstellen, meldete die Agentur TASS unter Berufung auf Vertraute. Generaldirektor Wladimir Urin sagte dazu, der Tänzer müsste sich wie jeder andere bewerben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2016, Seite 11, Feuilleton

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