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Aus: Ausgabe vom 31.05.2016, Seite 15 / Betrieb & Gewerkschaft

Noch keine Einigung für Real-Supermärkte

Düsseldorf. Bereits vor über einer Woche, am vergangenen Samstag, sind die Tarifverhandlungen für die rund 36.000 Mitarbeiter der Supermarktkette Real unterbrochen worden. Das bestätigte Marcus Jablonski, Sprecher des Unternehmens, am Freitag auf Nachfrage von jW. Der Konzern habe der Gewerkschaft ver.di die Rückkehr zum Flächentarifvertrag angeboten, allerdings nur unter dem Vorbehalt, »gleichzeitig einen neuen, modernisierten Gehaltstarif« zu verhandeln. Dieser solle dann zum Tragen kommen, wenn es bis Ende 2017 »nicht zum Abschluss eines modernisierten Flächentarifvertrages kommt, der überwiegende Bedeutung in der Branche hat«. Der Real-Sprecher monierte, dass ver. di die Rückkehr zum Flächentarif zwar annehmen wollte, allerdings die anderen Bedingungen des Konzerns zurückgewiesen habe. Ver. di-Sprecherin Eva Völpel wollte am Montag gegenüber jW keine weiteren Angaben zum Verlauf machen, da der Gesprächsfaden noch nicht abgerissen sei. Man suche weiter nach Lösungen.

Um Lohnkosten zu sparen, hatte die Supermarktkette vor rund einem Jahr den Abschied aus dem Flächentarifvertrag verkündet. Der Chef des Mutterkonzerns Metro, Olaf Koch, hatte deutlich gemacht, dass er bis Monatsende mit den Gewerkschaften eine Einigung über niedrigere Löhne bei Real erreichen wolle. Erst dann würde Metro in den geplanten Umbau der Kette investieren. Insidern zufolge sollen die Real-Mitarbeiter auf Teile ihres Urlaubs- und Weihnachtsgelds verzichten. (AFP/jW)

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