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Bis zu 100 Milliarden Euro Schwarzgeld

Berlin. Kriminelle waschen in Deutschland nach Erkenntnissen einer vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegebenen Studie wahrscheinlich Geld in einer Größenordnung von etwa 50 bis 100 Milliarden Euro im Jahr. Die oft unterschätzten »großen Drehscheiben für Geldwäsche« seien wertstabile und leicht handelbare hochpreisige Investitionsgüter wie Antiquitäten und Kunstgegenstände sowie Luxusgüter wie Uhren, berichtete das Ministerium in seinem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht. Ein häufig unterschätztes Risiko bestehe auch beim Immobilienhandel, im Baugewerbe, beim Boots- und Yachtverkauf sowie bei der Betreuung von Treuhand- und Anderkonten durch Juristen oder Vermögensverwalter. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2016, Seite 9, Kapital & Arbeit

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