-
01.04.2016
- → Feminismus
DIW-Chef für Reform des Ehegattensplittings
Düsseldorf. Der durch das sogenannte Ehegattensplitting erzielte Steuervorteil für Verheiratete sollte aus Sicht des Ökonomen Marcel Fratzscher deutlich gesenkt werden. In ihrer jetzigen Form begünstige die Regelung »überproportional Eheleute, die schon viel haben«, sagte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Rheinischen Post (Dienstagausgabe). Außerdem führe sie zur Verdrängung von Frauen aus dem Arbeitsmarkt. Fratzscher plädierte statt dessen für eine bloße Unterhaltspflicht für Ehepartner, wodurch der staatliche Einnahmeverlust von derzeit 20 auf zehn Milliarden Euro jährlich halbiert würde. Zudem sprach er sich für geringere Kinderfreibeträge und weniger Kindergeld für Gutverdiener aus. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!