Gegründet 1947 Dienstag, 23. Juli 2019, Nr. 168
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 06.02.2016, Seite 15 / Geschichte

Anno … 6. Woche

1801, 9. Februar: Der Friedensvertrag von Lunéville zwischen Frankreich und Österreich leitet das Ende des Heiligen Römischen Reichs ein. Dieses muss, wie bereits 1797 vereinbart, das gesamte linke Rheinufer an Frankreich abtreten. Die dort ansässigen Fürsten sollen zu einem späteren Zeitpunkt entschädigt werden. Als Staats­-grenze wird der Rhein festgelegt.

1861, 8. Februar: Sieben US-Bundesstaaten schließen sich als Konföderierte Staaten zusammen. Sie geben sich eine provisorische Regierung mit Jefferson Davis an der Spitze. Im April 1861 schließen sich drei weitere Bundesstaaten an. Die Konföderierten machen den agrarisch-feudalen Süden der USA aus, in dem Schwarze versklavt sind. In der Folge kommt es zum Bürgerkrieg mit dem industrialisierten Norden des Landes.

1971, 7. Februar: Frauen erhalten in der Schweiz durch eine Volksabstimmung das aktive und passive Wahlrecht auf Bundesebene. Bei einer Wahlbeteiligung von 57 Prozent sprechen sich zwei Drittel aller Männer – nur sie durften abstimmen – für die Gleichberechtigung aus. 1956 stimmten noch zwei Drittel dagegen. In den Kantonen wurde das Frauenwahlrecht nach und nach eingeführt. Zuerst Ende der 50er Jahre in den französischsprachigen Kantonen Waadt, Neuenburg und Genf, zuletzt 1990 in Appenzell Innerrhoden.

1971, 11. Februar: Die Atommächte Großbritannien, Sowjetunion und USA unterzeichnen ein Abkommen, das die Stationierung von Atom- und anderen Massenvernichtungswaffen auf dem Meeresgrund und auf dem Festlandsockel außerhalb einer Zwölf-Meilen-Hoheits­zone verbietet.

1991, 9. Februar: Perus Regierung ruft den nationalen Notstand aus. Nach 100 Jahren war die Cholera nach Lateinamerika zurückgekehrt. In Peru hatte sie sich rasch ausgebreitet, nahezu alle Staaten Süd- und Mittelamerikas sind bald betroffen.

Mehr aus: Geschichte