Zum Inhalt der Seite

Vorrang für Erdverkabelung

Berlin. Große Stromtrassen sollen in Deutschland künftig vor allem unterirdisch verlegt werden. Der Bundestag beschloss am späten Donnerstag abend einen Gesetzentwurf, der einen Vorrang für die sogenannte Erdverkabelung bei Gleichstromtrassen vorsieht. Bisher sind unterirdische Leitungen bei der Planung neuer Trassen die Ausnahme. Hintergrund der Neuregelung ist, dass sich vielerorts Protest gegen den Bau weiterer überirdischer Stromleitungen regt. Die Bundesnetzagentur begrüßte am Freitag den Beschluss. Es sei ein »wichtiger Schritt für das Gelingen der Energiewende, auch wenn er mit höheren Kosten verbunden und das Erdkabel nicht für jede Situation die richtige Lösung ist«, erklärte Behördenpräsident Jochen Homann in Bonn. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 05.12.2015, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!