Zum Inhalt der Seite

Gabriel will Handelsgerichtshof

Berlin. Im Streit um das geplante Freihandelsabkommen TTIP will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) anstelle privater Schiedsstellen offenbar einen US-europäischen Handelsgerichtshof durchsetzen. Streitigkeiten zwischen Konzernen und Regierungen sollten »ausschließlich von einem ständigen bilateralen internationalen Gericht« entschieden werden, zitierte die Süddeutsche Zeitung am Wochenende aus einem Konzept Gabriels. Für den Gerichtshof sollen demnach feste Richter ernannt werden, die Verfahren sollen öffentlich sein. (AFP/jW)

 

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.05.2015, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!