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Totenraum Pegida

Nach Ansicht des US-Soziologen Richard Sennett (72) fehlt es an »öffentlichen Räumen, in denen Menschen ihre Verschiedenheit ausleben können«. Zur Veranschaulichung brachte er am Sonntag im Hamburger Thalia-Theater in seiner Eröffnungsrede der Lessingtage ein Bild aus den Naturwissenschaften. Die Zellmembran sei porös und lasse Vermischung zu. Die Zellwand grenze rigoros ab. An ihr entstünde förmlich »Totenraum«. Als positives Beispiel nannte er ein Viertel in Kopenhagen. »Das ist nicht immer ein schöner, aber ein wahrhaftiger, realer Ort.« Über die Anhänger von Pegida und Co. meinte Sennett: »Diese Menschen haben falsche Vorstellungen von Muslimen, weil sie sie nicht kennen.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2015, Seite 11, Feuilleton

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