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Aus: Ausgabe vom 17.11.2014, Seite 16 / Sport

Gekreuzigt

London. Die frühere Pressechefin der WM-Bewerbung Katars, Phaedria Almajid und Bonita Mersiades aus dem australischen Bewerbungs-Team enthüllten in der Londoner Repressalien ihrer Verbände und betonten, dass diese Vorwürfe von der FIFA-Ethikkommission nicht ernst genommen worden seien. Almajid berichtete von Drohungen der Katarer gegen ihrer Familie, nachdem sie gegenüber Sonderermittler Michael J. Garcia über verbotene Praktiken der Katarer ausgesagt hatte. Ihre Bilanz lautet: »Wenn es um die FIFA geht, muss man darauf vorbereitet sein, gekreuzigt zu werden, nicht einmal oder zweimal, sondern wieder und wieder. Man muss vorbereitet sein zu leiden, für seine Handlungen zu bezahlen, sich niemals mehr sicher zu fühlen, und niemandem mehr vertrauen zu können. Vor allem muss man bereit sein, von denen verraten zu werden, die versprochen haben, einen zu beschützen«. (sid/jW)

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