-
14.10.2014
- → Betrieb & Gewerkschaft
Prekarisierung der digitalen Arbeit
Frankfurt am Main. Die IG Metall hat Politiker und Konzerne dazu aufgefordert, mit Regeln die prekäre Beschäftigung einzudämmen. »Die Politik muss klare Rahmenbedingungen für neue Wirtschaftsformen wie die >Share Economy< und >Crowd Working< setzen«, erklärte der Vorsitzende Detlef Wetzel am vergangenen Dienstag in Frankfurt am Main. Die Konzerne sollten die Chancen der Digitalisierung nutzen, statt auf reine Kostensenkungsstrategien zu Lasten der Beschäftigten zu setzen. Denn derzeit drängten neue Formen digitaler Arbeit Beschäftigte zunehmend in unsichere Arbeitsverhältnisse zu Niedriglöhnen. »Die Zukunft der Arbeit ist digital, die Gefahren für Beschäftigte sind heute schon real: unsichere Einkommensverhältnisse, kaum einklagbare Rechte, keine soziale Absicherung«, warnte Wetzel mit Blick auf Onlineplattformen wie die digitale Arbeitsbörse Clickworker oder den Fahrdienstvermittler Uber. »Alle unternehmerischen Risiken werden auf die Beschäftigten verlagert, alle Gewinne bleiben bei den Unternehmen«, kritisierte Wetzel. Nach Angaben des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) müssen mehr als 43 Prozent aller Beschäftigten mit Minijobs, Teilzeitstellen oder in Leiharbeit über die Runden kommen, mit steigender Tendenz. Gut die Hälfte dieser atypisch Beschäftigten erhält nur einen Niedriglohn. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
