Madrid. Innerhalb der antirussischen Kampagne wird die nächste Stufe gezündet. Nun geht es an die WM 2018. Wie El País berichtete, erwäge die EU-Kommission einen Boykott der Fußball-WM 2018 in Rußland. Dies gehe aus einer Vorschlagsliste hervor, die die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten unterbreiten wolle, informierte das spanische Blatt am Mittwoch. FIFA-Präsident Joseph Blatter dagegen hatte am Dienstag Rußland noch das volle Vertrauen ausgesprochen: »Wir stellen die WM in Rußland nicht infrage«. Ein Boykott sei keine Lösung: »Das hat noch nie etwas gebracht.« Auch IOC-Präsident Thomas Bach warnte vor diesem Schritt. Der Sport dürfe sich nicht verleiten lassen, den Boden der politischen Neutralität zu verlassen. Und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach erinnerte daran, daß der Boykott der Olympischen Spiele 1980 in Moskau durch den Westen nach dem Einmarsch der UdSSR in Afghanistan nichts gebracht habe: »Er hat nur den Sportlern geschadet«. (dpa/jW)
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