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Aus: Ausgabe vom 18.08.2014, Seite 3 / Schwerpunkt

Hintergrund: Neofaschistische Internationale

An vorderster Front der sogenannten Antiterroroperation des Kiewer Regimes gegen die Volksmilizen im Donbass kämpfen Freiwilligenbataillone, die aus fanatisierten Neonazikillern zusammengesetzt sind. Das ist nach neuem ukrainischen Recht vollkommen legal. Denn der zum Innenminister erhobene Neofaschist Arsen Awakow erließ am 13. April 2014 einen Ukas zur Schaffung einer neuen, paramilitärischen »Nationalgarde«, die mit bis zu 12000 Mann das reguläre Militär unterstützen soll.

Die einzelnen »Bataillone« operieren weitgehend autonom. Die Formationen »Asow« und »Donbass« haben sich bisher als besonders »effizient« bei der Vertreibung und Ermordung Andersdenkender in den eroberten Gebieten gezeigt. Zugleich gibt es aus vielen russischen Quellen Hinweise darauf, daß die Volksmilizen mit gefangengenommenen Neofaschisten »kurzen Prozeß« machen. Festgenommene Angehörige der regulären ukrainischen Armee wiederum werden entwaffnet und über die Grenze nach Rußland abgeschoben. Die Mehrheit von ihnen entscheidet sich offensichtlich dafür, dort das Ende des Krieges abzuwarten. Wenig verwunderlich, wer in die Ukraine zurückkehrt, muß fürchten, von den Rechten als Feigling behandelt zu werden.


Die »Sondereinsatzgruppen« des Kiewer Regimes verwenden altbekannte Nazisymbole, das Bataillon »Asow« zum Beispiel die sogenannte Wolfsangel. Der Kommandant von »Asow«, Andrij Biletskij und sein Stellvertreter Igor Mosiychuk haben auch entsprechende politische Vorstellungen. Sie fordern neben der territorialen Expansion der Ukraine, den »Kampf für die Befreiung der gesamten weißen Rasse« und »die Bestrafung sexueller Perversionen und von Kontakten zwischen den Rassen«. Der Ukraine-Experte der New York University, Mark Galeotti, warnte jüngst, daß Gruppen wie »Asow« wie ein Magnet auf Rechtsradikale in aller Welt wirkten – eine Befürchtung, die von Biletskij höchstpersönlich bestätigt wurde. Nach eigenen Angaben hat er bereits Rekruten aus Irland, Italien, Griechenland und den skandinavischen Ländern.(rwr)

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