Zum Inhalt der Seite

Gert Voss gestorben

Der Schauspieler Gert Voss ist im Alter von 72 Jahren in Wien gestorben. Er erlag am Sonntag einer kurzen schweren Krankheit, wie das Burgtheater am Montag mitteilte. Voss galt als einer der besten Bühnenschauspieler. Er hat praktisch alle großen Rollen der Theatergeschichte verkörpert. Voss spielte Figuren wie Othello, Wallenstein und Macbeth mit einer Kraft und Intensität, die Kritiker wie Publikum begeisterten.

Zehnmal wurde er zum »Schauspieler des Jahres« gewählt. Seine Stationen waren zunächst die Bühnen in Konstanz, Braunschweig, München, Stuttgart und Bochum.

1986 wechselte Voss ans Burgtheater in Wien. Neben Claus Peymann waren Peter Zadek und George Tabori seine bevorzugten Regisseure. Zu den Auftritten, die Theatergeschichte schrieben, gehören sein »König Lear« am Wiener Burgtheater in der Inszenierung von Luc Bondy oder der »Mephisto« in der Bearbeitung des Intendanten Matthias Hartmann.


Voss, 1941 in Shanghai geboren, besuchte Schulen in Köln, Heidenheim und Friedrichshafen am Bodensee. Er studierte in Tübingen und Stuttgart, wechselte dann aber zum Theater. Die Ausflüge ins TV- und Filmgeschäft waren rar.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.07.2014, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!