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Die Sorge der Intendanten

Deutsche Theaterintendanten sorgen sich wegen des geplanten Freihandelsabkommens zwischen Europa und den USA. »Es darf keine internationalen Vereinbarungen geben, die die kulturelle Vielfalt in Deutschland gefährden«, sagte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Klaus Zehelein, bei der Jahrestagung seines Verbandes am Samstag in Mannheim. Auf dem Spiel stünden die öffentliche Bezuschussung von Theatern und Orchestern, Buchpreisbindung und Filmförderung. Zu befürchten sei auch, daß ausländische Orchester den deutschen Staat verklagen, wenn Konzerte deutscher Orchester im Ausland günstiger seien als die heimischer Veranstalter. Zehelein mahnte, Theaterzuschauer nicht zu Konsumenten zu degradieren: »Daß Kultur in diesem Abkommen als Ware behandelt wird und darüber die europäische Kultur ins Wanken gerät, muß für uns alle ausgeschlossen werden.« (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.06.2014, Seite 12, Feuilleton

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