Zum Inhalt der Seite

Ex-BDI-Chef mag Che-Plakate nicht

Heidenheim. Eine Begegnung der besonderen Art hatten Wahlhelfer der MLPD, berichtete am Mittwoch der Pressesprecher der Partei, Jörg Weidemann, gegenüber jW. In einer Straße in Heidenheim brachten sie am 6. Mai an einem Laternenmast bereits zum zweiten Mal Plakate der MLPD zur Europawahl an. Poster, die mehr als eine Woche vorher dort aufgehängt wurden, seien verschwunden. Plötzlich sei Michael Rogowski, ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), aus einer Villa gekommen und habe die Genossen aufgefordert, die Plakate, auf denen Che Guevara abgebildet ist, zu entfernen. Er dulde das nicht vor seinem Haus, habe Rogowski gesagt und darauf hingewiesen, daß er bereits die zuvor da hängenden Plakate entfernt habe. Inzwischen habe die eingeschaltete Polizei die gestohlenen Plakate bei Rogowski sicherstellen können, erklärte Weidemann weiter. Ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums bestätigte den Vorfall gegenüber jW. Nach Abschluß werde das Ermittlungsergebnis der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Dort werde geprüft, ob strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2014, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!