Zum Inhalt der Seite

Berlusconi darf Sozialdienst machen

Mailand. Silvio Berlusconi darf seine Strafe mit Sozialdienst ableisten. Das entschied ein Gericht in Mailand am Dienstag.Der ehemalige Ministerpräsident Italiens war im August vergangenen Jahres wegen Steuerbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilt worden, von denen drei jedoch wegen einer Amnestieregelung ausgesetzt worden waren. Ins Gefängnis muß der 77jährige wegen seines hohen Alters nicht mehr, auch ein Hausarrest bleibt ihm erspart. Die Staatsanwaltschaft hatte sich ebenso wie die Anwälte Berlusconis für den Sozialdienst ausgesprochen. Der Expremier soll nach der Entscheidung des Gerichts nun mindestens vier Stunden pro Woche in einem Altenheim arbeiten. Außerdem darf der Milliardär die Region Lombardei, in der er seinen Hauptwohnsitz hat, nur noch zwischen Dienstag und Donnerstag für Reisen nach Rom verlassen. (dpa/Reuters/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.04.2014, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!