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Was wir wissen

Über die psychologische Kriegführung, mit der das deutsche Kapital kommende Militäreinsätze vorbereiten läßt, soll ab heute auf einem zweitägigen Symposium an der Freien Universität Berlin (FU) diskutiert werden. »Das Wesen des soldatischen Berufs liegt darin, andere umzubringen, beziehungsweise Befehle dazu zu geben«, heißt es im Entwurf des Eröffnungsvortrags von Klaus-Jürgen Bruder. »Sie sagen uns, wir sollen sterben können für das, woran wir glauben, meinen aber, wir müßten töten für das, woran wir glauben, nicht etwa für das, was wir wissen.« Bruder gehört zum Vorstand der Neuen Gesellschaft für Psychologie, die die Tagung veranstaltet. In ihrem Verlauf wird Michael Schulze von Glaser über den »Werbefeldzug der Bundeswehr« berichten, Jörg Kronauer über die Durchsetzung der »deutschen Weltpolitik« im Inland. Acht weitere Referenten sind angekündigt. Interessierte können sich heute ab 13.30 Uhr und morgen ab 10 Uhr in der Silberlaube der FU einschreiben (Otto-von-Simson-Str. 26, Berlin-Dahlem). (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2014, Seite 13, Feuilleton

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